Ausflugsmöglichkeiten

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Velehrad

 

Im Tal des Bachs Salaška, 7 Kilometer nordwestlich von Ungarisch Hradisch gelegen befindet sich einer der wichtigsten Wallfahrtsorte Mährens - die Gemeinde Velehrad. Seit dem Mittelalter war dieser Ort mit der Kirchenmetropolis des Erzbischofs Methodios und dem politischen sowie Verwaltungszentrum Großmährens im 9. Jh. verbunden. Auf Grund der heutigen archäologischen Forschungen wird vermutet, daß das großmährische Veligrad auf dem Gebiet der heutigen Stadt Staré Město lokalisiert war.

 

Die Anfänge von Velehrad sind erst zu Beginn des 13. Jahrhunderts zu suchen, wo hier das erste Ziesterzienserkloster in Mähren entstand. Der umfangreiche Klosterkomplex, im spätromanischen Stil unter dem Einfluß von Frühgotik erbaut, wurde in den vierziger Jahren des 13. Jahrhunderts fertiggestellt. Mehrfache Zerstörungen und zahlreiche Umbauten in den folgenden Jahrhunderten veränderten wesentlich seinen baulichen Charakter. Die bei den archäologischen Forschungen aufgedeckten Überreste der architektonischen Elemente sind in einem sich im Untergeschoß der Velehrad-Basilika befindenden Lapidarium ausgestellt und der Öffentlichkeit zugänglich.

 

Die heutige Gestalt erhielt das Kloster Velehrad um die Wende des 17./18. Jahrhunderts, wo eine große Umgestaltung vorgenommen und in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts beendet wurde. Durch bauliche Veränderungen wurde besonders die Gestalt der Velehrad-Basilika, die der Mariä Himmelfahrt und den Hl. Kyrill und Methodios geweiht ist, radikal umgebaut. An der Auschmückung der Kirche arbeiteten mehrere Künstler: Steinmetz und Marmorhauer Ondřej Allio, Bildhauer und Stukkateur Baltazar Fontana, Maler Paulo Pagani und Ignác Raab.

 

Die Besucher können in Velehrad nicht nur den majestätischen Kirchen- und Klosterkomplex bewundern, sondern auch eine gemütliche Atmosphäre in einer der hiesigen Gaststätten genießen. Die ehemelige Mühle wurde mit architektonischem Feingefühl zu einer Hoteleinrichtung umgebaut, die auch den höchsten Ansprüchen der Gäste genügend sein kann. Im einstigen Klosterweinkeller können Sie mährische Weine verkosten.

 

Buchlov und Buchlovice (Buchlau und Buchlowitz)

 

Die Dominante des Marsgebirges (Chřiby) im westlichen Teil des Bezirks Uherské Hradiště bildet die Burg Buchlau, deren Anfänge in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts datiert werden. Sie wurde vom böhmischen Herrscher als strategische Wehrfestung des mittleren Marchtals und Verwaltungszentrum mit Gerichtsbarkeit und dem sog. Jagdrecht gegründet. Die Burg gehört zu den bedeutendsten Denkmälern der böhmischen Frühgotik. Auch wenn Buchlau bis in das 16. Jahrhundert im Dauerbesitz des Königs war, wurde sie öfters an Adelsgeschlechter verpfändet. Seit Ende des 15. Jahrhunderts gehörte sie den Herren von Cimburk, vom 16. bis 18. Jahrhundert lösten sich nacheinander mährische Geschlechter ab - von Žerotín, von Zástřizl und von Petřvald. Der letzte Besitzer von Buchlau war von 1800 an die Familie Berchtold, die sich um die Errichtung eines Museums innerhalb der Burg verdient machte. Das Museum ist bereits seit der Mitte des 19. Jahrhunderts der Öffentlichkeit zugänglich. Im Jahre 1945 ist die Burg Staatseigentum geworden. Heutzutage kann man sich hier die historischen Innenräume samt naturwissenschaftlichen Sammlungen und einer reichhaltigen Bibliothek ansehen.

 

Unweit von Buchlov auf dem Berg Modla steht die St. Barbara-Kapelle, die in den Jahren 1672-1673 als Begräbniskapelle der Buchlauer Gutherren erbaut wurde.

 

Ein besonders wertvolles architektonisches Kleinod stellt das Schloß Buchlovice dar, welches Jan Dětřich von Petřvald an der Wende vom 17. zum 18. Jh. im Stil der Spätrenaissance vom italienischen Baumeister Domenice Martinelli erbauen ließ. Das Schloßinterieur ist mit Freskenmalereien sowie Stuckverzierungen aus der Werkstatt von Baltazar Fontana im Frühbarockstil ausgeschmückt. Die Salons sind mit Möbeln im Stil von Louis XV. und XVI. eingerichtet. Durch Familienporträts sowie zahlreiche Kunstgegenstände werden die Räume dieses Herrensitzes verschönert. Das Schloß ist von einem wunderschönen Park mit Treppen, Terrassen, Bassins, Steinvasen und einem Obelisk umgeben. Der wahre Schmuck ist eine Menge seltener exotischer Bäume und Sträucher. In der Touristensaison werden in rekonstruierten Pferdeställen regelmäßige Ausstellungen von bildender Kunst oder eine außerordentlich Ausstellung von Fuchsien veranstaltet.

 

Südwestlich von Buchlovice, in einem malerischen Tal eingebettet liegt das Schwefelheilbad Leopoldov mit dem anliegenden Erholungsgebiet Smraďavka.

 

Weinbuden Vlčnov

 

Der Weinbau in der Gemeinde Vlčnov hat eine langjährige Tradition, zum ersten Mal wurden sie bereits im 14. Jahrhundert erwähnt. Auf einem Hügel außerhalb der Gemeinde befindet sich ein Komplex von Weinbuden, der unter Denkmalschutz steht.

 

Das Jan Amos Komenský-Museum in Uherský Brod (Ungarisch Brod)

 

Das Museum wurde 1898 als Heimatmuseum gegründet. Heutzutage ist es spezialisiert und auf das Leben und Werk des bedeutenden Landsmannes J. A. Komenský gerichtet. Außer der ständigen Exposition, die die Persönlichkeit von Komenský auf moderne Weise darstellt, veranstaltet das Museum in seinen Ausstellungsräumen eine Reihe von landeskundlichen, künstlerischen und andersorientierten Ausstellungen sowie eine Reihe von gesellschaftlichen und kulturellen Aktionen.

 

Radwanderungen

 

Die malerische Landschaft des Marchtals, das nahegelegene Marsgebirge (Chřiby) und die Weißen Karpaten, die historischen Sehenswürdigkeiten und die ewig lebendige Volkstradition zu entdecken - dies alles ermöglichen verschiedene interessante Radstrecken. Ausführliche Auskünfte sind im Heft Nr. 39 "Uherskohradišťsko, Bílé Karpaty, Chřiby" über Radtouren in diesem Gebiet enthalten. Sie können hier die Radstrecke namens "Buchlovská královská" (Buchlauer königliche Strecke) finden. Sie führt von Staré Město über Velehrad, die Burg Buchlov, Zikmundov, Vlčák, Bunč, Komínky, Budačina, Halenkovice, Napajedla, Topolná, Bílovice, Jarošov, Uherské Hradiště zurück nach Staré Město. Es ist eine mittelschwere Strecke von 60 km.

 

Weitere Radstrecken in der Umgebung von Ungarisch Hradisch:

 

Altstädter Ausflugsring:

  • 44 km - Staré Město, Tupesy, Velehrad, Salaš, Bunč, Kostelany, Budačina, Kudlovice, Jalubí, Staré Město Durch das Marsgebirge
  • 54 km - Otrokovice, Kostelany, Bunč, Vlčák, Burg Střílecký, Koryčany, Burg Cimburk, Osvětimany, Ořechov, Moravský Písek

 

Rund um Koryčany:

  • 58 km - Koryčany, Střílky, Cetechovice, Roštín, Bunč, Velehrad, Tupesy, Buchlovice, Smraďavka, Dlouhá řeka, Osvětimany, Josefínský dvůr, Zavadilka, Koryčany

 

Unterhalb vom Chřiby-Gebirge:

  • 36,5 km - Bzenec, Těmice, Žeravice, Ježov, Osvětimany, Boršice u Buchlovic, Tučapy, Vážany, Moravský Písek, Bzenec

 

Vlčnov - Radstrecke:

  • 35 km - Uherský Brod, Vlčnov, Hluk, Ostrožská Lhota, Ostrožská Nová Ves, Uherský Ostroh, Blatnice pod sv. Antonínkem, Louka, Velká nad Veličkou.

 

Karpatenstrecke:

  • 47 km - Bojkovice, Záhorovice, Nezdenice, Bánov, Suchá Loz, Nivnice, Slavkov, Boršice u Blatnice, Blatnička, Louka, Lipov, Tasov, Hroznová Lhota, Kozojídky, Veselí nad Moravou

 

Umgebung von Bojkovice:

  • 38 km - Bojkovice, Krhov, Bzová, Quellen von Olšava, Pitín, Hostěnín, Slavičín, Rudimov, Bojkovice

 

Mittlere Weißkarpatenstrecke:

  • 67 km - Uherský Brod, Nivnice, Korytná, Strání, Březová, Lopeník, Rasová, Komňa, Bojkovice, Přečkovice, Kladná-Žilín, Luhačovice, Biskupice, Dobrkovice, Pašovice, Prakšice, Uherský Brod

 

Radstrecke "Šumárnická stezka":

  • Strážnice, Doubravka, Tvarožná Lhota, Kněždub, Výzkum, Malá Vrbka, Hrubá Vrbka, Velká nad Veličkou

 

Javořina:

  • 54 km - Velká nad Veličkou, Javorník, Suchovské Mlýny, Vápenky, Kamenná búda, Javořina, Klanečnice, Strání, Nová Hora, Lazy, Březová, Volenov, Nivnice, Uherský Brod

 

Rodeacker - Ring:

  • 23 km - Starý Hrozenkov, Rubaniska, "kopánky", Hütte Troják, Mikulčin Vrch, Hribovně, Vyškovec, "rovné", Žítková, Starý Hrozenkov

 

Rund um Strážnice:

  • 31,5 km - Strážnice, Mašinhaus, Kněždub, Hroznová Lhota, Kozojídky, Veselí nad Moravou, Bzenec, Morava, Strážnice

 

Die Radstrecken sind mit Rücksicht auf Zug-, bzw. Busverbindungen in den Ausgangs- und Zielstationen gewählt.

 

Baťa-Kanal

 

Ausflüge auf dem Fluß March sowie auf dem sog. Baťa-Kanal, nämlich den neugegrabenen künstlichen Flußbetten, können eine angenehme Abwechslung während des Aufenthalts in Ungarisch Hradisch bringen. Es handelt sich um eine historische, in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts mit einer Länge von 50 km ausgebaute Wasserstraße, die Otrokovice mit Rohatec verband. Zum Teil führt sie auf der March, ansonsten auf künstlich vertieften Kanälen mit mehreren beweglichen Wasserwehren, ausziehbaren Platten und Bewässerungsklappen, Schleusenkammern und anderen Wasserbauten. Der Kanal hatte einen beständigen Grundwasserspiegel, und erfüllte somit die Aufgabe der Bewässerung und seit 1937 auch die des Transports von Frachter. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde mit der Wassertouristik begonnen. Im Jahre 1999 wurde der Abschnitt Otrokovice - Strážnice in Betrieb gesetzt.

 

Lassen Sie sich den Besuch des Anlegeplatzes am Baťa-Kanal (gegenüber Interspar) nicht entgehen. Die, die in eigenen Booten vorbeifahren, schätzen bestimmt die Sozialeinrichtung des kleinen Hafens (WC, Duschen). Für die Interessenten steht der Motorbootverleih und die Möglichkeit der Dampferfahrt zur Verfügung. Bestandteil des Anlegeplatzes ist auch ein Gartenrestaurant. Der Anlegeplatz ist im Betrieb von April bis Oktober, sieben Tage in der Woche. Anlegeplatz bei dem Baťakanal, Tel.: 602 853 559

 

Aussichtsturm Uherské Hradiště - Rovnina

 

Eine attraktive Aussicht in das Tal des Flusses Morava und auf den Bergmassiv von Chřiby im Westen und von Weißen Karpaten im Osten, auf das Tor von Napajedla, Hügel von Hostýn und Hügelland von Vizovice im Norden bietet der Blick vom Aussichtsturm über dem Stadtviertel Mařatice. Den 49.5 m hohen Turm hat die Gesellschaft Eurotel für die Betreibung eines Kommunikationsnetzes gebaut, die Aussichtsplattform hat die Stadt Uherské Hradiště gemietet und sie ist für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Nach der Bewältigung von 125 Stufen der Wendeltreppe in der Achse des Turmes befindet sich der Besucher in der Höhe 23,93 m, was etwa 190 m über dem Spiegel des Flusses Morava und 360 m über dem Meeresspiegel bedeutet.

 

Der Zugang zu dem Aussichtsturm ist zu Fuß oder mit dem Fahrrad von den Randvierteln der Stadt Uherské Hradiště möglich, von Mařatice 2 km, von Jarošov 3 km, oder von dem Dorf Javorovec 1,5 km. An den Aussichtsturm vorbei führt der grüne markierte Wanderweg des Klubs der tschechischen Touristen von Staré Město bei Uherské Hradiště nach Luhačovice und ein regionales Radwanderweg Nr. 5049 von Uherské Hradiště nach Bojkovice und Pitín.

Datum der Veröffentlichung: 09.07.2010   Modified: 05.04.2013
haftbare Person: Ujčíková Jitka